Archiv für Juli 19th, 2008

“Kleiner Mann”… schon ziemlich groß

Samstag, Juli 19th, 2008

Daniel: Wie der Titel schon sagt,” KLEINER” MANN ist wirklich schon ganz groß Riesig könnte man schon sagen Heute gab es ein seehr starkes Gewitter; Es hat heftig geregnet, alle 3 Sekunden geblitzt und alle 3 Sekunden darauf hat´s gedonnert Und der kleine Mattie …Verzeihung, ich meine großer Mattie …hat nicht gewinselt oder gefiebt Der kleine …grrr, ich meine große Mattie … will immer noch mit unserer Katze Buh spielen; Mattie in Schwanzwedel-format hinter Buhchen her. Buh flieht entsetzt auf den Katzenbaum Und noch witziger (hat mir meine Mutter erzählt): jetzt knurrt BUH schon MATTIE an Nah, ja. Gut verständigen tun sie sich ja schon

So, dieser Entwurf ist nun schon drei Wochen alt, aber ich wollte Daniels Beitrag nicht unter den Tisch fallen lassen.
Da ich immer noch keine Bilder hochladen kann, jedenfalls nicht auf das benötigte Format, schreibe ich jetzt wenigstens einen Bericht, der mir ja auch auf der Seele brennt…und stelle Bilder in die Mediathek. Die könnt Ihr Euch dann ja auch da anschauen. Es ist nicht so, dass ich nix schreiben will, ich kann oft nicht. Dann schreibe ich Kommentare, ellenlang, gebe sie ab; und diese Webseite ist nicht erreichbar. Weg ist alles.
Also, liebe Geli… nochmals danke für diesen wunderbaren Hund!!!
Mattie ist so, wie ein Aussie eben sein sollte. Setze ich mich an den Schreibtisch, legt er sich gemütlich in meine Nähe oder bei “viel zu warm” eine Etage tiefer in den kühlen Flur zum Schlafen. Stehe ich vom Schreibtisch auf und sage: komm Mattie, wir spielen, ist er sofort 100% da und wir veranstalten die tollsten Dinge. Wieder zu Hause braucht er nur eine ganz kurze “Cool Down” Zeit, um wieder herunter zu kommen (sei es nur abtrocknen, da er dann ständig nass oder verdreckt ist). Dann legt er sich wieder schlafen, um alles Neue zu verarbeiten.
Ich hatte mir gedacht, dieser Hund sollte mich dazu bewegen, morgens eher in Gang zu kommen. Pustekuchen!! So gegen 6:30 macht er mich wach, wir gehen in den Garten und er löst sich. Bevor ich wieder im Haus bin, liegt Mattie schon im Bett und tut so als ob er schläft. Also lege ich mich daneben, er kuschelt sich an und wir schlafen (heute) bis 9:00!!. Es sind Ferien, wir schlafen aufgrund der Wärmeentwicklung in unserer Wohnung im “Wochenendschlafzimmer” meiner Eltern. Mattie liegt dann in der Mitte: Füße an Daniel, Rest an mir. Schade, das es davon kein Bild gibt.
Auch Autofahren ist überhaupt kein Problem mehr. Er liebt es zwar nicht unbedingt, aber um bei Frau zu bleiben…und nix zu verpassen, steigt er doch ein. Wenn wir im Dorf unterwegs sind (Kurzstrecke), sitzt er vor dem Beifahrersitz (am liebsten auf dem Beifahrersitz), ansonsten in der Box. Und auch da geht er von sich aus rein und… schläft.
So, nun hatte ich mir heute nachmittag eine Stunde freigeschaufelt um den Bericht fertig zu schreiben und es kam wieder alles ganz anders. Ich bin schnell noch mit Mattie auf die andere Strassenseite an den Wald zum Lösen, damit ich in Ruhe schreiben kann. Mattie sucht sich offensichtlich ein schönes Plätzchen zum “käckern” (immer am äußersten Ende der 5m Leine), schnuffelt rum, schnappt auf einmal wild um sich, bis ich da bin pienzt er auch schon! Ein Wespennest im Boden und Matties Nase mitten drin! Wir also weg, die Wespen hinter uns her. Mattie kaut, schoppert an der Gartenmauer der Nachbarin entlang, die Wespen geben auf und Mattie lässt sich fallen und bleibt liegen. Ich trage ihn über die Strasse und versuche eine Bestandsaufnahme zu machen. Also zwei Beulen auf dem Fang werden schon erstaunlich dick, an der unteren Lefze steckt noch ein Stachel und die Schwellung schreitet blitzschnell voran. Was tun?? Kühlen…Also schließe ich den Gartenschlauch an (sein liebstes Spielzeug), weil ich nicht weiß ob er im Mund vielleicht auch noch einen Stich hat. Das fand natürlich in dieser Situation nicht sein Interesse!?. Ich nach oben, das Buch mit den Heilmitteln her… Apis und kühlen, Hund ruhigstellen, auf Reaktionen warten. Mattie sah aus wie Axel Schulz nach einem Kampf, das ganze Gesicht angeschwollen, den verbliebenen Stachel hätte ich gerne entfernt, aber das war nicht möglich. Ich war völlig fertig, Mattie war nach einer Stunde wieder fit.
So, nun zu den Aktivitäten. Motorradrennen und Schneeausflüge können wir leider nicht bieten, Aussietreffen sind bei uns mangels Aussies auch nicht gegeben. Aber wir sind z.B. mit der S-Bahn nach Hannover gefahren, haben den Hauptbahnhof erkundet mit Punkern, rennenden Menschen mit Trolleys, Kinderwagen, Rolltreppen, Fahrstühlen, Wasser, das aus der Erde sprudelt, Musik, die aus einem Gulli kommt und gaaanz vielen Menschen, die Mattie streicheln (und füttern). Auf dem Rückweg mit der S-Bahn war er so fertig, dass ich ihn in Eilvese zum Aussteigen wecken musste.
Wir waren in Steinhude am Steinhuder Meer, als dort grosses Shanty-Chor-Singen war (wusste ich zwar nicht, aber passte gut). Also ganz viele Menschen, Bühnen mit Chören- ein ziemliches Getöse, Bratwurstbuden, Ausflugsdampfer, viele fremde Hunde, große und kleine Menschen die alle sagen: ooh, ist der süß…
Am interessantesten für Mattie waren allerdings die Enten und Schwäne auf dem Wasser. Ich denke, er wäre vom Anlegersteg ins Wasser gesprungen, wenn ich ihn nicht mühsam festgehalten hätte. Am flachen Ufer habe ich ihm dann doch die lange Leine gegeben und er ist sofort ins Wasser gespurtet. Ich hatte leider nicht bedacht, das dort Moorboden ist?! Könnt ihr Euch vorstellen, wie Mattie aussah? Die Schlamm-Bilder mit Jette sind gar nichts dagegen!! Das hatte allerdings den Vorteil, das ihn nicht mehr soo viele Menschen streicheln wollten und wir etwas schneller voran kamen.. Nun hat aber das Moor den Nachteil, das es nicht abfällt wie normaler “Dreck”, sondern gut haftet. Demzufolge durfte auch Mattie nun das erste Mal in die Badewanne. Nachbars Tochter und Daniel standen bereit zum füttern und fotografieren. Bei Matties Liebe zum Wasser dachte ich irgendwie, das wird ein toller Spass…, aber Mattie fand es nicht so toll, fönen schon mal gar nicht. Ich habe ihn dann im Garten “sich trocken rennen” lassen.
Ansonsten wird auch Mattie jetzt immer mutiger und frecher (ich hatte mir ja schon ernste Gedanken gemacht!!). Auf unserem Weg durch die Felder zum Brötchenholen kommen wir an einer Pferdekoppel vorbei. Die ersten Male brauchten wir Ewigkeiten und ganz viel Leckerchen, um an den Pferden vorbei zu kommen. Nun hatte Mattie aber die Wasserkübel auf der Koppel gewittert. Da wollter hin, trinken und baden. Aber diese Pferde!!! Anscheinend hat sich unser kleiner Clown etwas von Katze Buh abgeguckt: anschleichen… Kübel und Pferde im Auge behalten… guckt ein Pferd, guck ich schnell mal weg, Pferd guckt nicht mehr, also schnell in den Kübel springen, baden, trinken… Pferd wird neugierig und kommt! Mattie dann in affenartiger Geschwinigkeit zu Frauchen, stolz wie Oskar.
Auf unserem weiteren Weg zum Bäcker kommen wir dann an einem Pony und einer Ziege, sowie an einem Hasen und an Schweinställen vorbei. Alles hat mittlerweile seinen Schrecken verloren und wird freundlich begrüsst. Auch das Warten vor dem Bäckerladen klappt immer besser, er schleppt nicht mehr den Fahrradständer bis zur Tür!!
Nachdem Mattie doch grosses Interesse an sich bewegenden Dingen gezeigt hat, habe ich nun das Antijagdtraining-Buch durch und gehe meistens alleine mit ihm los, da Daniel oder andere “HundespaziergehKinder” mich doch immer sehr abgelenkt haben. Mattie ist auch nicht derjenige, der immer an meinen Fersen hängt und aufgrund seiner Selbstständigkeit überlegte er sich auch schon oftmals, ob es sich wohl lohnt zu kommen, wenn Frau ruft. Ich habe ein erstes Fazit gewonnen: Ruhe bewahren und dem Hund beibringen, auf mich zu achten- und nicht ich immer auf den Hund achten. ´Hat zwar einige Nerven gekostet, aber hat sich rentiert. Inzwischen läuft Mattie im Gelände ohne Leine, wenn er zurückbleibt um “Zeitung zu lesen” und ich rufe, kommt er geflogen!! Nach ein paarmal Verstecken will er diese Panik wohl nicht mehr haben: Frauchen ist weg!! Läuft er vor, bleibt er stehen und wartet, meistens genau in dem Moment, in dem ich die Pfeife in die Hand nehme. Neulich sprang 10Meter vor uns ein Reh aus dem Gebüsch und verschwand im Maisfeld, Mattie schon auf den Hinterbeinen, ich habe ihn gerufen und bin losgerannt, Mattie hinter mir her…braver Hund!
Heute Abend waren wir in einer riesigen Sandgrube. Da wird für den Ausbau unserer Bundesstrasse ausgebaggert, sooo einen glücklichen Aussie habe ich noch nicht gesehen: Buddeln ohne Ende, Berge rauf und runter rennen, zwischendurch bei Frauchen Fleischwurst abholen und wieder losrennen, sich in Pfützen abkühlen… und nun liegt er hier auf dem Rücken, alle fünfe von sich gestreckt, dreckig und müde und ich kann meinen Bericht endlich fertig schreiben… beenden nicht, da es noch so unzählige Dinge gibt, die ich über diesen supertollen Hund erzählen könnte.
Da ich immer noch keine Bilder in das richtige Format und in den Bericht bringen kann, stelle ich jetzt einige in die Mediathek, dann könnt ihr sie Euch ja da wenigstens angucken!!