Longieren und anderes

Huhu,

ich hab heute leider keine Bilder, aber ich muss trotzdem mal kurz schreiben, weil ich mich einfach so freue.

Ich war eben mit Jamie in Dannys Obedience Spezial-Kurs, spezial deshalb, weil dort nicht nur typische Obedience-Elemente erlernt werden, sondern die Hunde auch z.B. Tee oder anderes suchen, Longieren, mit Targets arbeiten und all so etwas.

Es macht so viel Spaß mit Jamie zu arbeiten!
Er ist die meiste Zeit so bemüht und konzentriert, Wahnsinn!
Das kenne ich von Danny gar nicht. Der macht zwar, was es eben zu machen gilt und teilweise auch richtig gut, aber er ist nie 100%ig bei der Sache, sondern macht es eher so nebenbei.
Jamie hingegen sucht ständig Blickkontakt und ist total eifrig!

Er kann jetzt zwar noch nicht soooo viel, aber das liegt einfach daran, dass wir bei ihm viel später als mit Danny mit UO, Tricks, etc. angefangen haben.
Fußlaufen müssen wir noch tüchtig üben, dafür kann er aber schon minutenlang liegen bleiben, auch, wenn um ihn herum Gewusel ist.

Beim Longieren hatte ich anfangs Bedenken, weil er so ein weicher Hund ist und ich nicht wusste, wie er es empfindet, wenn ich ihn quasi aus meinem Kreis ausschließe.
Wir hatten es im November einmal kurz ganz vorsichtig probiert und danach erst wieder vor zwei Wochen, weil ich dazwischen immer mit Danny im Kurs war.

Letzte Woche hat er es zum dritten Mal gemacht und da war es unglaublich super – als hätte er nie was anderes gemacht!
Heute bin ich in den Kreis gegangen und während ich noch meinen Clicker und alles sortierte, lief er schon mal eine Runde außen herum – so cool!
Er läuft ganz ruhig und gleichmäßig, ist total schön, ihm zuzuschauen.

Jooah, das ist jetzt nichts Sensationelles, aber ich wollte einfach mal berichten, wie toll er ist!

Auch, wenn er gestern meinen Badezimmerteppich gelöchert hat! *grummel*
Ein intelligenter Hund ist eben auch kreativ!

10 Kommentare zu “Longieren und anderes”

  1. Jana schrieb am Freitag, 02. April 2010 um 19:47

    Super, dass das so toll klappt bei Euch. Das mit dem minutenlangen Liegenbleiben, das kenne ich, Polly mach das auch immer zuverlässig. Das ist echt toll. Freue mich, dass Jamie mit so viel Spaß und Freude mitmacht. Weiter so! Wir freuen uns über neue Berichte :-)

  2. Toll, dass es so gut klappt mit Jamie.

    Betty bleibt auch gut liegen. Sie ist im Kurs die Jüngste, aber die einzige, die auf der Decke liegen bleibt, wenn Claudia z.B. auf Toilette geht.

    Ich finde es gut, dass du Jamie seine Hundejugend gelassen hast. Ein Hund im ersten Lebensjahr sollte die Welt erkunden und nicht dressiert werden

    Fußlaufen wird auch überbewertet. Klar, der Hund soll lernen an lockerer Leine zu laufen…, aber er muss so jung noch nicht Fußlaufen. Das würde ich erst mit einem ausgewachsenen Hund trainieren, da die Körperhaltung (eindrehen nd hochschauen) nicht so gesund ist.

    Und wichtig ist es dabei auch, das Fußlaufen immer auch auf der rechten Seite zu üben, um die Gegenbewegung zu haben und so einen Ausgleich zu schaffen.

    Ich habe auch einen Longierkurs bei mir im Juni und freue mich schon sehr darauf. Ich mache den Kurs mit Lynn und verspreche mir einiges davon.

  3. Susanne schrieb am Samstag, 03. April 2010 um 09:40

    Jana, ich freu’ mich auch über Neues von Polly! :verschmitzt:
    UND AUCH VON FLETCHER!!! *zuWolfgangbrüll*
    Wolfgang, ich lass nicht nach und gebe die Hoffnung nicht auf! :megaphon:

    Geli – Vorsicht! Longieren macht süchtig! *g*
    Außer Sichtweite könnte ich bei Jamie noch nicht gehen, denke ich. Da werde ich mir lange Zeit lassen, um das auszuprobieren, weil er sehr, sehr unsicher ist. Ich muss die Situation immer abwägen. Letzte Woche musste ich ihn im Bleib nicht so oft bestätigen. Diese Woche hatte unsere Trainerin ihren anderthalbjährigen Altdt. Hütehund mit, der momentan rüpelig ist.
    Jamie findet ihn unheimlich und macht sich platt wie ‘ne Flunder, wenn er in die Nähe kommt.
    Nun hatten wir ein Viereck, um das herum einer Fuß gegangen ist, während die anderen drei Hunde in der Mitte des Vierecks im Bleib warteten.
    Ich hatte Jamie extra etwas weiter von Jack abgelegt, musste ihn aber öfter bestätigen, weil ihm das alles nicht so geheuer war.
    Wäre ich da rausgegangen, wäre meine kleine Bangbüx sicher hinterher gekommen.
    Ich hoffe, dass wir es schaffen, ihm mehr Selbstvertrauen zu schenken.
    Falls ihr Tipps habt, bitte immer gerne zu mir! :ayeaye:
    Er ist das genaue Gegenteil von Danny, der immer mit einem “Hola, hier komme ich” auf der Stirn durch die Gegend spaziert.
    Ja, rechts Fußlaufen steht auch auf dem Programm.
    Im Moment übe ich mit ihm erst mal die perfekten Grundpositionen. Dazu brauche ich meist noch Wurst in der Hand, weil es mir sonst zu schlampig wird. Er soll direkt an mir dran sitzen und nicht einen 10cm-Abstand einhalten.
    Laufen an lockerer Leine klappt allein gut.
    Mit beiden zusammen geeeeht es, aber da übe ich noch. B-) Gerade zu Beginn der Spaziergänge – die ersten 150m müssen sie angeleint laufen – sind sie aufgeregt und wollen schneller als ich. :ojeh:
    Wenn ich dann stehen bleiben, passen sie sich mir schnell wieder an, nach ein paar Schritten riecht es aber weiter vorn wieder interessant und dann haben sie mich am Ende der Leine wieder vergessen. :nunu:
    Ich laufe deshalb manchmal völlig durcheinander. Vorwärts, rückwärts, seitwärts, immer nur wenige Schritte, damit sie merken, dass sie sich an mir orientieren sollen und nicht an Gerüchen oder sonstwas.
    Wie gesagt, ist noch ausbaufähig! :whi :verschmitzt:

  4. Hallo,

    wenn Jamie die anderen Hunde unheimlich sind, würde ich ihn permanent mit was Superleckerem bestätigen, so dass er verbindet: Unheimlicher Hund = leckeres Fressen und sich somit seine Stimmungslage verändert.

    Ich würde den Hund nicht mit Wurst in der Hand in die Position füttern, weil da der Kopf ausgeschaltet wird.

    Wenn ein Bestandteil der Position stimmt, z.B. er sitzt auf der richtigen Höhe, würde ich clicken und ihn dann mit dem Leckerchen ans Bein ranfüttertn und dann in dieser Position wieder C&B – und das einige Male hintereinander.

    Viele Hunde nehmen auch die enge Position ein, wenn es wirklich gute Leckerchen gibt. Bei Lynn hatte ich anfangs einen Abstand von mehr als 50cm und wenn ich mich näher zu ihr stellte, rutschte sie sofort weg…

    Aber Hühnerherzen haben es möglich gemacht :whistle:

    Auch beim Einnehmen der korrekten Fußposition habe ich das genutzt. Lynn saß immer schräg und korrigierte nach… Ich breche dann ja ab und fange neu an, aber ich denke, bei Madlen darf sie nachbessern :berni2:

    Ich hatte schon überlegt, die Grundposition völlig neu aufzubauen, da hat Nina mir den Tipp mit dem Futter gegeben… Und tatsächlich, nach dem ersten Hühnerherz brauchte sie noch zwei Versuche und dann saß sie auf Anhieb in der korrekten Postion… :sitz:

  5. Susanne schrieb am Samstag, 03. April 2010 um 11:59

    Das mache ich schon, das ich ihn bestätige, wenn ein unheimlicher Hund in der Nähe ist. Mittlerweile kann ich auch mit ihm arbeiten, wenn Jack etwas weiter entfernt ist, das ging anfangs nicht.

    In der letzten Stunde hat eine Halterin mit ihrem Hund geschimpft, weil der permanent Pferdehaare fressen wollte – keine Ahnung, warum, aber es lagen dort letzte Woche ein paar Büschel Pferdehaare herum.

    Ich habe mit Targets gearbeitet, vier Stück zu einem Quadrat ausgelegt, stand in der Mitte und hab Jamie jeweils zu einem Target geschickt.
    In Richtung dieser Hundehalterin wollte er nicht so recht, weil die zuvor geschimpft hatte, natürlich nur mit ihrem Hund.
    Jamie ist da eben extrem weich.
    Ich hab dann bereits den Weg dorthin geclickert und darüber klappte es, dass er schließlich ganz an den Target ging.

    Merkwürdig, dass er immer alles auf sich bezieht. Mir ist da kein Schlüsselmoment oder dergleichen bewusst, das das ausgelöst haben könnte.
    Ist wohl einfach sein Charakter.

    Das mit der Fußposition probiere ich aus.
    Bei Danny hat es gut geklappt, ihm die Position anzufüttern, deshalb habe ich bei Jamie auch den Weg gewählt.

  6. Wuah, man kann Kommentare nicht editieren – es heißt natürlich “dasS ich ihn bestätige”! :peinlich:

  7. Sarah schrieb am Samstag, 03. April 2010 um 17:52

    Ich mag Deine Berichte auch ohne Fotos :beifall: ! Hört sich doch toll an bei Euch! Und Longieren lockt mich ja auch seeehr :yes:
    Zu Deinem letzten Kommentar: Ich kenne das von Jette leider nur zu gut. Sie ist anscheinend ähnlich sensibel wie Jamie. Wenn im Training oder auf Spaziergängen jemand anders seinen Hund anraunzt bezieht sie das auch schnell auf sich :achsel: .
    Lieben Gruß,
    Sarah

  8. Und hast du etwas dafür bzw. dagegen gemacht?
    Irgendwelche speziellen Übungen, die das Selbstvertrauen stärken?

    Ich will nichts falsch machen oder versäumen.
    Bin da selbst ein wenig unsicher, weil unsere vorigen Hunde alle viel selbstbewusster waren.

    Danny schlägt sie natürlich alle! :biggrin:
    Den kannst du anraunzen ohne Ende, er sitzt vor dir, guckt dich rotzfrech an und zeigt dir innerlich den Stinkefinger. :lmaa:
    Wenn du dann fertig bist, steht er auf und schaut dich fragend an – Bist du fertig? Gut, dann lass uns jetzt spielen gehen! :biggrin: :heart:

  9. Moni schrieb am Samstag, 03. April 2010 um 21:41

    Hallo Susanne
    Danke für den tollen Bericht :daumen2:
    Und Longieren ist wirklich super. Wenn es nach Jason ginge, könnten wir es wohl jeden Tag machen. Nur leider habe ich nicht so oft die Gelegenheit dazu. Aber es hat doch soweit gereicht, dass er sich von ausserhalb als auch innerhalb des Kreises rundherum schicken und auf Distanz dirigieren lässt. Nur wenn ich seiner Meinung nach zu langsam bin oder etwas von ihm will, das ihm nicht passt, kann er schon mal lauthals mit mir darüber diskutieren. Und schimpfen nützt da dann auch nichts, da ist er wie Dany nicht wirklich zu beeindrucken.
    Das nahe Fussitzen habe ich bei Jason mit ca. einem halben Jahr begonnen und er liebt es heute, möglichst eng am Bein zu sitzen. Bei der Umsetzung hat mir die DVD von Denise Nardelli geholfen – Hund setzt sich (irgendwo) hin, sein Mensch stellt sich so neben den Hund, dass dessen Bein die Schulter des Hundes berührt (in dem Moment gibt es C+B und zwar so lange bis der Mensch wieder einen Schritt weg vom Hund macht). Danach geht der Mensch wieder zurück zum Hund und C+B beginnt von vorne. Mit Hilfe des Handtouches kann der Kopf des Hundes zusätzlich noch leicht nach aussen gedreht werden.
    Jason gehört ja auch eher zu der Kategorie der Hunde, die sich nicht so leicht beeindrucken lassen. Aber Sandro war da mehr wie Jamie und bei ihm habe ich das eigene sowie auch das fremde Geschimpfe bewusst positiv bestägtigt, so dass er nicht mehr ganz so gestresst davon war. Ganz wegbekommen habe ich es aber nie.

    Lg Moni

  10. Hallo Susanne,
    ich handhabe es wie Moni: jemand anders pöbelt seinen Hund an :furiouns: –> für Jette findet etwas tolles statt :winken5: . Zum bewussten Üben von solchen Situationen eignen sich übrigens klassiche Schäferhundplätze gut :whi :frieden:
    Hm, irgendwelche speziellen Übungen zum Stärken des Selbstvertrauens? Ich finde dafür ja das Clickern genial. Der Hund lernt Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten aufzubauen – Schritt für Schritt, Click für Click und gemeinsam mit Dir. Alle Übungen gut durchdacht und kleinschrittig aufbauen, damit der Hund daran wirklich wachsen kann. Bei allem, was Deinen Hund verunsichert, selbst doppelt so viel Selbstsicherheit ausstrahlen und vermitteln. Ich habe Aussies generell als sehr sensible Rasse kennengelernt, die schnell auf die Stimmungen des Umfelds reagiert. Ein sensibler Hund hat halt Vor- und Nachteile oder besser gesagt: manches macht es einfacher, manches ist dafür herausfordernder.
    Ich wünsche Euch viel Erfolg :daumen2: !

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