Begegnung der anderen Art

Auf meinem gestrigen Spaziergang mit Lynn kam mir ein Mann mit einem Flat Coat Retriever entgegen.

Lynn war ja sowieso an der Leine, der andere Hund aber nicht. Und Monsieur machte auch keine Anstalten, seinen Hund an die Leine zu nehmen.

Und “Der-will-nur-spielen” kam natürlich auf uns zu gelaufen. Ich rief dem Mann zu, er möge seinen Hund bitte zurückrufen und anleinen. Seine Antwort: “Lassen Sie doch Ihren Hund los, meiner tut nix.”

Bei mir kochte die Betriebstemperatur langsam hoch…

Ich habe Lynn dann am Wegrand festgebunden und bin zu dem Mann hin. Und dann hatten wir eine “nette” Unterhaltung. Ich fragte ihn, warum er denn seinen Hund nicht an die Leine nehmen würde, wenn ich doch extra darum bitten würde. Er: “Die machen das unter sich aus.” – Langsam war ich auf 180…

Ich sagte ihm dann, dass ich nicht einsehen würde, warum ich begründen müsse, warum ich meinen Hund nicht frei laufen lasse und warum ich kein Hundespielen an der Leine will – ich würde mir schon was dabei denken.

Dann habe ich ihm trotzdem erklärt, warum ich das nicht will: dass Lynn eben nicht mit seinem Hund spielen würde, sondern eher davon laufen würde (die Hauptstraße mit den Autos war in Sichtweite), dass Lynn trächtig sei usw.

Immer noch keine Einsicht. Ich sagte ihm dann, wenn ich Bonnie dabei gehabt hätte, dann wäre das für seinen Hund nicht nett gewesen. Denn auch dieser Hund ist frontal auf uns zugelaufen – und das kann Bonnie überhaupt nicht ab.

Immer noch keine Einsicht – ich habe aufgegeben und bin mit Lynn weiter.

14 Kommentare zu “Begegnung der anderen Art”

  1. Saskia schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 08:36

    Richtige Antwort auf “Meiner tut nix” wäre gewesen: “Meiner aber!”… und dann Bonnie aus dem Ärmel lassen :mrgreen:

    Sowas kenne ich und das ist einfach nervig. Ich gestehe, Zoe auch nicht immer anzuleinen, aber hingehen dürfte sie nie. Sie sitzt dann weit genug entfernt ab und immer unter Kontrolle.
    LG, Saskia

  2. Ichhabe gerade einen netten Witz gelesen, der dazu passt:

    Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: Du ich habe Homo sapiens!! Meint der andere: Ach, auch das geht vorbei.

  3. Jana schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 09:08

    Ich kann das gut nachvollziehen – ärger mich auch immer über so ignorante Leute (wieso ‘dürfen’ die überhaupt ein Lebewesen halten???).
    Hier in Ösiland ist es ja so, dass man den Hund nicht anleinen muss, wenn man ihn mit Maulkorb laufen lässt (gut mit Ausnahme von einsamen Wegen – aber grundsätzlich gilt das so). Da kann man sich dann auch freuen, wenn der Hund trotz Maulkorb agressiv ist und sich mit vollem Karacho auf den eigenen Hund wirft :shock:
    Eigentlich sollte man so Leuten wie dem Typen die Lebensberechtigung entziehen. :evil: :evil:
    Leider sind und bleiben die auch unbelehrbar.
    Und wenn Bonnie mit gewesen wäre, dann wäre er sicher noch ausgeflippt, wie denn so ein böser ‘Kampfhund’ seinen armen, kleinen ‘Der-wollte-doch-nur-spielen’ anfallen kann. (Drohung, Polizei, Beschimpfungen, usw.) :evil: :evil:

  4. Jana, merkst du was? 5 Smilies und trotzdem nicht in die Genehmigungsschleife geschoben :lol:

    ich habe gestern ein Upgrade eingespielt und offensichtlich werden Smilies jetzt nicht mehr als links behandelt.

    Was den Mann angeht: ich denke, der meint das gar nicht böse. Er hat halt einen mit jederhund verträglichen Hund, hatte noch nie einen Zwischenfall und kennt eben nur die Ammenmärchen, dass Hunde das schon unter sich ausmachen, wenn mann sie nur lässt.

  5. Jana schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 09:26

    Ja ich hatte mich gewundert wegen der Smilies – aber dachte mir, vielleicht hab ich irgendwas aus Versehen gemacht?!
    Der Mann, der meint es nicht böse – aber es gibt leider genug, die dann noch agressiv pöbeln und sich persönlich beleidigt fühlen, weil frau nun verlangt, dass sein Hund an die Leine kommt. (Viele wollen sich vielleicht auch nicht die Blöße geben zu rufen, weil der Hund eh nicht kommen würde :oops: )
    Aber ich finde es ja Hammer, dass der Typ auf Dein Gespräch hin so beratungsresistent und uneinsichtig war :lol:

  6. Hallo Geli, genau sowas kenne ich leider auch nur zu gut…und es ist erst ein paar Tage her, dass ich das so erlebt habe. Ich finde es einfach rücksichtslos, keine Anstalten zu machen, wenn ich demjenigen sage, er möge seinen Hund bitte anleinen.

    Hier gibt es leider auch immer wieder Hundebesitzer, die mit ihrem Auto vorfahren, den Hund aus der Tür lassen, bis zum Ende des Weges fahren und der Hund darf dann hinterherlaufen. Und das war dann der Spaziergang. Was der Hund auf dem Weg bis zum Ende der Straße macht, ist dann ziemlich egal. Auch wenn er mit läufigen Hündinnen anbändelt und andere ihr Tun haben, sie abzuwimmeln…

    Aber es gibt ja zum Glück auch sehr viele rücksichtsvolle Hundeleute! :smile:

  7. Jana schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 10:34

    Ich wollte grade fragen:
    was macht frau/mann in dem Fall, wenn wir nun mit besagter läufiger Hündin spazieren gehen?
    Auf den Arm nehmen, wenn irgendwo ein Rüde daherkommt ohne Herrchen/Frauchen weit und breit in Sicht?
    Oder habt Ihr noch andere Tipps?

  8. Ja, die Rüden bei läufigen Hündinnen, das ist auch so ein Thema. Ich habe hier ja regelmäßig den Rüden einer Nachbarin im Garten, wenn meine Mädelz läufig sind. Das ist einfach nur ätzend!

  9. Saskia schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 11:56

    Ich setze Zoe mir immer mit dem Hintern auf die Füße (Rücken Richtung meiner Beine) und halte sie am Halsband fest. So haben Rüden wenigstens keine Chance, hinten drauf zu krabblen.
    Schwierig wird es nur, wenn die kleine Nymphomanin den Rüden ganz nett findet, dann braucht man beide Hände (eine am Halsband, die andere drückt den Hintern nach unten) :mrgreen:
    Und dann eben laut schimpfen und Aktion vom Rüdenbesitzer fordern! :lol:
    LG, Saskia

  10. Oh, wie ätzend! :mad: Ich hasse solche Situationen und ich hasse ignorante Hundebesitzer!!! Ich hatte gestern ja auch zwei so nette Vorfälle! Hatte ich in der Mail an die swirling brook-Gruppe geschrieben, sie ging ja überwiegend an Babs, aber vielleicht habt ihr das auch gelesen – ich war auch ziemlich sauer! :mad:

  11. Anna schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 12:19

    tja und wenn man seinen Hund immer an due Leine nimmt, um zu verhindern, dass er zu einen wildfremden Hund hinrennt wird man gefragt ob der denn sooo böse sei :roll:
    Aber ansonsten kann ich mich nicht beklagen. Hier auf dem Dorf kennt man so gut wie alle und die wenigen die man nicht kennt sind immer sehr rücksichtsvoll wenn man seinen Hund an die Leine nimmt- Cassy muss einfach so furchteinflößend aussehen :mrgreen: Obwohl ich froh bein eine Hündin zu haben. als Cassy noch klein war kam mir eine Reiterin entgegen und meinte ob das ein Rüde sei -ihre (freilaufende) Hündin wäre nämlich läufig :shock:
    Als Cassy läufig war hatte ich auch keine Problem- keine Rüden im Vorgarten und wenn wir einen Rüden getroffen haben der nicht kastriert war (sind hier allerdings nur 4 oder so, die man dann auch mal trifft) wurde er gleich angeleint. anscheinend hat das Dorfleben auch seine Vorteile :wink:

  12. Ich könnte über dieses Thema mittlerweile Bücher schreiben.Klingt jetzt hart,ist auch hart,aber bei uns hilft hier nur eine 3 malige Aufforderung den Hund anzuleinen mit Androhung des Einsetztens meines Pfeffersprays.Und die Absicht natürlich es einzusetzen nachdem ich es griffbereit in der Hand halte.Sogehabt im November hier bei mir um die Ecke.Die Stimmung ist zwar verrutscht aber wir kommen durch und Blue ist unverletzt.(Ohne dieses Teil geht hier nichts)

  13. Susanne schrieb am Samstag, 14. Februar 2009 um 12:29

    Wir haben bisher ja nur Rüden gehabt – auch früher in der Familie, Danny ist jetzt der sechste.
    Mit läufigen Hündinnen gab es aber noch nie ein Problem!
    Ich kenne es so, dass Besitzer läufiger Hündinnen meist schon von weitem rufen, dass ihre Hündin läufig ist.
    Dann nehme ich meinen Hund halt an die Leine!
    Hab ich noch nie gehabt, dass jemand nicht Bescheid gesagt hat. Zum Glück!
    Bei Rico wäre es nicht so das Problem gewesen, der war nicht sooo super interessiert – Danny schon! Der träumt, glaub ich, jede Nacht davon – seinen Geräuschen und Bewegungen im Traum nach zu urteilen! :roll: :mrgreen:

  14. Ich verhalte mich dann ähnlich wie Saskia mit einer läufigen Hündin und einem interessierten Rüden mit ignorantem Halter. Meine mit Hintern zu mir hinsetzen und dann so gut es geht abwehren. Ist halt nur blöd, wenn Deine Hündin sagt “och wieso, meinetwegen kann er ruhig :roll: “. Ich hab’ hier aber auch schon mal bei Häusern geklingelt zwecks Hilfe, weil es hier leider auch Halter gibt, die morgens ihren unkastrierten Rüden aus der Haustür lassen und ihn dann bis abends allein seinen Weg gehen lassen :evil: . Es gibt halt schon verantwortungslose Leute.

    Ich rufe auch immer schon von weitem, wenn ich eine läufige Hündin dabei hab’, damit angeleint wird. Da wir im Moment ja öfter unter der Autobahnbrücke üben gestaltet sich das aber gern mal als missverständlich “Könnten Sie Ihren Hund bitte anleinen, meine ist läufig” – “Nee, nee, meiner ist nicht läufig, das ist ein Rüde” :roll:

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